Die Evolution der Hilfsmittel

Wie auch in anderen sportlichen Bereichen, sind auch im MountainbikeSport die Innovationen nicht mehr wegzudenken. Mit jeder neuen Modellreihe werden die Bikes besser und auch das Zubehör wird ständig weiterentwickelt.

Auch wenn es die Technik jedes Jahr schafft vor allem bei den MTBs unser Verlangen nach einem Update zu schüren, geht es mir diesmal eher um die elektronischen Gadgets und die Evolution dahinter.

Was mir dabei als Erstes in den Sinn kommt, sind vor allem die Tracking- und Navigationsdevices, die aus vielen Gründen hilfreich sein können.

Wie in jedem Bereich gibt es auch im Mountainbikesport unterschiedliche Ansichten bezüglich dieser Gadgets.

Die Puristen

Das Mountainbike und die Natur. Mehr braucht man nicht. Das ist in kurzen Worten die Zusammenfassung der Ansicht der Puristen. Auf Touren hantieren sie gerne mit Faltkarten und auch sonst legen sie wenig Wert auf elektronische Unterstützung. Für alles was mehr Funktionen als eine Uhr oder ein simpler Fahrradcomputer enthält, wird keine Notwendigkeit gesehen.
Ich kann diese Ansicht gut nachvollziehen und verstehen auch die Beweggründe dahinter. Ich selbst allerdings gehöre eher der zweiten Gruppe an:

Die Techies

Ich gehöre definitiv zu dieser Gruppe. Vielleicht auch, weil ich aufgrund meines Jobs doch irgendwie ein bisschen „nerdish by nature“ bin. Aber es liegt nicht nur daran, dass ich neue Gadgets gerne ausprobiere, sondern daran, dass ich einen echten praktischen Nutzen in den Gadgets sehe, der überraschenderweise ziemlich deckungsgleich mit dem Ziel der MTB-Puristen ist.

Im Grunde habe ich die gleichen Ziele, wie die Puristen. Ich möchte die Natur genießen. Manchmal die natürlichen Begebenheiten bezwingen. Manchmal mich selbst bezwingen.
Der Unterschied liegt dabei in dem Punkt, dass ich meine Fortschritte und Leistungen schwarz auf weiß dokumentiert haben möchte und zwar ohne dass es mich vom Eigentlichen ablenkt.

Und genau da kommen die Gadgets für mich ins Spiel.

Oft höre ich unterwegs von anderen MTBikern den Satz „Kannst du dich überhaupt noch aufs Biken konzentrieren mit dem Kram?“. Ich versuche dann immer Ihnen zu erklären, dass diese Gadgets mir genau die Arbeiten abnehmen und Daten erzeugen, die ich für mich nach dem Biken haben möchte.

Dabei sind die wichtigsten Punkte für mich:

  • Aufzeichnung meiner GPS-Bewegungsdaten
  • Dokumentation meiner Leistungen
  • Navigation in mir unbekannten Gebieten

Im Vordergrund steht dabei für mich immer, dass die Technik mir diese Punkte möglichst unbemerkt abnimmt, damit ich mich auf das Wesentliche konzentrieren kann:

Ungestörtes Mountainbiken in der Natur.

Das war in der Vergangenheit nicht immer so einfach möglich. Als ich mit dem Mountainbiken begann, kam schnell der Wunsch auf, meine Leistungen aufzuzeichnen. Ich versuchte es damals als Erstes mit meinem damaligen Outdoor-Smartphone, einem Motorola Defy+. Der GPS-Empfang war eigentlich ganz in Ordnung, aber die Akkulaufzeit ließ längere Touren mit Tracking leider nicht zu.

gadget_holux-gpsport245Ich schaffte also recht schnell ein Kombigerät aus Fahrradcomputer und GPS-Tracker an. In meinem Fall den Holux GPSport245, der mir nebenbei gesagt noch heute gute Dienste bei verschiedenen Aktivitäten leistet und auch noch ab und zu beim Biken und Wandern meine Wahl der Waffen ist, denn die Akkulufzeit ist schichtweg grandios und das Device war immer sehr zuverlässig.

gadget_nexus4Irgendwann jedoch war mein aktuelles Smartphone dann so weit entwickelt was GPSGenauigkeit und Akkulaufzeit anging und die benötigte App so komfortabel, dass ich den GPSport245 wieder durch ein Smartphone (Nexus4, Android 4.x und später Android 5.x) mit der App runkeeper ersetzen konnte.

Das funktionierte für mich eine sehr lange Zeit, aber was immer bliebt war die schlechte Nutzbarkeit während der Fahrt. Daran änderte auch die übliche Smartphonetasche am Oberarm nicht viel. Eigentlich musste ich jedesmal anhalten und das Smartphone rauskramen oder war sehr abgelenkt, wenn ich etwas nachsehen wollte.

Mit Neid sah ich in Kinofilmen öfter mal auf die Datenbrillen und Head-Up-Displays in Filmen wie Impossible Mission und Konsorten. Das schien mir aber für den Mountainbikesport unerreichbar und unbezahlbar zu sein.

gadget_recon-jetBis ich eines Tages auf den Recon Jet aufmerksam wurde. Ziemlich schnell wurde mir ein Modell bem Launch zur Nutzung und für Tests überlassen und von Anfang an war ich begeistert von den Möglichkeiten und endlich hatte ich einmal das Gefühl, dass „The Future is Now“ eine ziemlich passende Beschreibung ist.

Die Möglichkeit, alle Informationen über ein HUD (Head-Up-Display) ins Sichtfeld einzublenden, ist einfach grandios. Zudem kann der Jet so konfiguriert werden, dass das Display nur dann aktiv ist, wenn man in seine Richtung blickt, was während dem Biken garantiert, dass man nicht abgelenkt wird und nur bei Bedarf Zugriff auf die Informationen bekommt.

Da man die meiste Zeit sowieso eine Sport- oder Sonnenbrille trägt, minimiert man damit sogar die Ausrüstung, die man mitnimmt etwas.

Für mich ist das für den Moment die optimalste Lösung für meine Bedürfnisse, aber ich bin überzeugt, dass die Zukunft des Mountainbikens auch in diesem Bereich noch einige Überraschungen bereit halten wird.

Ich freu mich darauf!

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