Gechillte Tage in Istrien

Auch dieses Jahr war ich im Juni wieder auf Tour in Istrien / Kroatien und hab dabei den Fokus auf das Testen des Recon Jet gelegt. Der Spaß, Flow und das geliebte Feeling beim Mountainbiken kamen aber auch nicht zu kurz.

Eine Woche war ich diesmal in Istrien unterwegs und diesmal war ich doch so aktiv, dass es in der ganzen Woche nur zu effektiv zwei Stunden Strandzeit gereicht hat.

Neben dem Besuch des Red Bull Air Race in Rovinj und den Swatch Beach Volleyball Masters in Porec, war ich in verschiedenen Teilen Istriens mit dem Mountainbike unterwegs. Dazu muss ich sagen, dass es für mich eigentlich der blanke Horror ist, auf Straßen zu fahren. Feldwege ok. Aber alles was geteert ist, meide ich normalerweise wie der Teufel das Weihwasser. So bin ich zu meinen Touren nur äußerst selten direkt von der Ferienwohnung gestartet. Meistens bin ich irgendwo in die Landschaft gefahren. Bike rausgeholt. Los ging’s.

Touren, Freunde und Spaß

Das Wetter war durchgehen perfekt, wenn auch teilweise eine Herausforderung. Bei meiner üblichen Limski-Tal-Tour war es an der Sonne ziemlich schweißtreibend und auf den paar Kilometern hatte ich meinen Trinkrucksack nebenher einfach mal leergesaugt. Gut, dass es bei Dvigrad jetzt einen Kiosk mit Sitzplätzen gibt. Der Wirt hat zwar etwas belustigt geschaut, als ich ihm meinen Trinkrucksack vor die Nase hielt und meinte „One refill please, no matter what the costs are!“, aber ich kam dann recht gut mit ihm ins Gespräch und am Ende zahlte ich nur die Coke Zero und bekam die Wasserfüllung umsonst. Dafür gab es natürlich ein dickes Trinkgeld. Ehrensache.

Dass man auch am Strand sehr gut Spaß mit dem MTB haben kann, fand ich während eines Morgens heraus, als ich sehr früh am öffentlichen Strand die Küste entlang gefahren bin. Irgendwann bin ich vom Schotterweg nach unten auf den Steinplatteaustrand gefahren und hatte jede Menge Fun mit Gleichgewichtsübungen und das nicht nur, weil es zwischen den Steinplatten recht große Zwischenräume hätte, sondern auch weil die Steine verdammt scharfkantig sind und man aufpassen musste, dass man sich die Reifen nicht aufschlitzt. Aber wie sagt man so schön: No Risk – No Fun!

Eine schöne Tour durch das Hinterland um Novigrad und ins Mirna-Tal hab ich mit ein paar der Locals gemacht, die ich in den letzten Jahren kennengelernt hab und mit denen ich auch das privat organisierte „Death by Night“ letztes Jahr gefahren bin. Leider findet dieser kleine aber sehr coole Event erstmal aufgrund von organisatorischen Problemen nicht mehr statt. Dabei hatte ich mich schon angeboten zu helfen und das Ganze vielleicht aus dem Untergrundcharakter zu heben, denn die Freundschaft und die Spassbetonung dieses Events im Bereich Limski-Tal waren einfach grandios, auch wenn für mich ein Downhill bei Nacht nur mit Eigenbeleuchtung eine ziemliche Herausforderung waren und die geile Platzierung mich heute noch erstaunen lassen. Mehr Infos dazu findet Ihr im entsprechenden Beitrag.

Wie immer hat mir der Bike Route Toaster und Google Maps bei der Planung sehr geholfen und ich bin auch einige meiner „Evergreens„, wie das Limski-Tal nach Dvigrad gefahren.

Recon Jet

engage-screenshotBei fast allen Touren hatte ich den Recon Jet als Tracking-Device und ich muss inzwischen sagen, dass ich begeistern von diesem Device bin. Alles was notwendig ist, versteckt sich in der Sportbrille, die zugegebenermaßen sehr futuristisch und bullig aussieht. Die Akkulaufzeit ist vollkommen in Ordnung und der Tragekomfort unterscheidet sich nicht von anderen Sportbrillen. Ich hab das Display so eingestellt, dass es nur eingeblendet wird, wenn ich nach rechts unten sehe, was sehr angenehm ist und viel weniger ablenkt. Die Kartenansicht ist ok zur Orientierung, sollte aber noch um eine Möglichkeit der Navigation, zumindest durch vorgegebene Routen erweitert werden, damit man auch den BikeNavi getrost zu Hause lassen kann. Für die Zukunft denke ich noch darüber nach, mir die klaren Gläser zuzulegen, da die Tönung doch recht stark ist.

Die zugehörige Plattform „Recon Engage“ ist recht gut gestaltet und fasst alle Infos zu einer Tour gut zusammen! Hätte ich vorher das Manual gelesen, hätte ich auch gewusst, dass die Touren auch aus Engage gelöscht werden, wenn man sie vom Device löscht. Blöd. Aber durch Fehler lernt man. Aber zum Jet kommt demnächst noch ein ausführlicher Test.

Routen und Planung

Wer plant mit dem Mountainbike nach Kroatien zu fahren, dem kann ich die Seite istria-bike.com ans Herz legen, auf der es auch einige Tipps für Routen gibt. Allerdings ist der Großteil der Routen auf Asphalt, was nicht so meinem Geschmack entspricht, aber um die Gegend kennenzulernen sind die Touren recht gut. Einige der Touren hab ich mir als GPX runtergeladen und die Asphaltteile im BikeRouteToaster einfach über Schotterwege und Trails umgeplant. Das sollte man aber wirklich erst machen, wenn man sich in der Gegend etwas auskennt, denn die Satellitenbilder sind nicht so aktuell und man steht ansonsten öfter mal vor einem Problemchen, das einem zu einem Umweg zwingt.

Wieder einmal hat Kroatien und im Besonderen Istrien bewiesen, was für ein vielseitiges und großartiges Land zum Mountainbiken es doch ist. Deshalb wird es auch im September nochmal eine Wiederholung geben.

Impressionen

2015-06-06 12.52.50 2015-06-06 12.41.42 2015-06-05 11.05.49 2015-06-05 10.40.14 2015-06-05 10.38.06 2015-06-05 10.27.14 2015-06-05 10.23.47 2015-06-05 10.19.47 2015-06-05 10.10.54 2015-06-05 09.37.22 2015-06-03 08.30.11 2015-06-03 08.29.18

Hier gibt es noch einen kleinen Timelapse-Film, den ich im Urlaub gedreht hab:

Fast Forward In Time – Istria

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