Erstens kommt es anders …

… und zweitens als man denkt.

Eigentlich hatte ich für diese Woche eine größere MTB-Tour im Montafon geplant, aber leider ist das Wetter viel zu wechselhaft und so vertreibe ich mir die kurze Urlaubszeit mit kleineren Touren rund um Ulm.

Nachdem es gestern Abend reichlich geschüttet hat, war es klar, dass es heute in einer Schlammschlacht enden wird.

And guess what: Genau darauf hatte ich heute Lust!

Und weil in jedem Mountainbike-Mann auch ein Spielkind lebt, hab ich mir heute die Plätze ausgesucht, bei denen ich wusste dass es reichlich Sauerei gibt.

Vormittags war ich mal wieder an der Donau entlang unterwegs in Richtung Leibisee. Auf der Ulmer Seite der Donau hin, einen schnellen Trail im Leibisee-Gebiet gefahren und dann auf der Neu-Ulmer Seite der Donau wieder zurück. Niemand unterwegs auf den man achten müsste und ein Gelände das ich bereits in- und auswendig kenne, bringen richtig Spaß.

2013-schlammschlacht-pauseNachmittags war dann die zweite Tour angesagt und führte mich auf der Neu-Ulmer Donauseite bis zur Gabelung von Donau und Iller und dann auf die Donau-Iller-Trails. Hier gab es erwartungsgemäß Ruhe, noch mehr Dreck und da keine Menschenseele unterwegs war, freie Trails, die man sorgenfrei durchheizen konnte.

An der Spitze des Donau-Iller-Dreiecks traf ich dann einen Mountainbiker der auch gerade Pause machte. Eine spaßige Unterhaltung und die Erkenntnis, dass es auch noch andere Verrückte gibt, denen diese Schlammschlacht Spaß macht, gibt einem einfach ein gutes Gefühl. Nach High-Five ging es dann noch ein paar Meter gemeinsam über die Trails, ehe sich die Wege trennten.

Zurück ging es dann für mich wieder an der Ulmer Seite der Donau und wie auch auf dem Heimweg von der Morgentour amüsiert es mich immer wieder, wie irritiert viele Menschen einen ansehen, wenn man komplett verdreckt mit dem Mountainbike durch die Ulmer Innenstadt nach Hause fährt.

Irgendwie tun mir diese Spießbürger leid.

Sie werden nie erfahren, wie geil das Gefühl ist mit vollem Karacho durch die Natur, Schlammpfützen und über enge Trails zu heizen!

Schön ist es allerdings zwischendrin einen „getarnten Mountainbiker“ zu sehen, dem man am Grinsen ansieht, dass er jetzt auch lieber vollgesaut auf dem Mountainbike sitzen würde, anstatt als Schlipsträger seiner Arbeit nachzugehen. Großartig!

In diesem Sinne: IN DIRT WE TRUST!

2 Gedanken zu „Erstens kommt es anders …

  1. RockShocker

    Die Fahrt durch die Innenstadt und die seltsamen Blicke kann ich gut nachvollziehen. Manchmal reicht dazu sogar die Vollausrüstung mit Protektoren und Endurohelm. 😀

    Antworten

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