Optimales Bike-Training mit Beats.

Sowohl beim Ausdauertraining in der Natur, als auch auf dem Heimtrainer, ist es wichtig, dass man lernt seinen Rhythmus und seine Geschwindigkeit richtig einzuschätzen. Das hilft bei Touren und vor allem bei der Planung, seine Reichweite und die machbare Steigung besser einzuschätzen zu können und minimiert böse Überraschungen während einer Tour.

Für mich habe ich herausgefunden, dass ich mit den entsprechenden Beats mein Training sehr gut steuern und vor allem optimieren kann.

Unüblich dieses Vorgehen in der Welt des Sports ja nicht und auch in anderen Bereichen, wie Fitness-Studios, etc. wird Musik als Motivator schon erfolgreich eingesetzt.

Beginnen sollte man damit, dass man während der Touren seine Trittzahl in den bevorzugten Gängen in der Ebene und bei Steigungen beobachtet und sich merkt. Mit diesen groben Informationen kann man sich für das Training daran machen eine passende Playlist zusammenzustellen, mit der man einerseits die kontinuierliche Geschwindigkeit, als auch Passagen mit Steigungen und erhöhter Anstrengung trainieren kann.

Ich habe mir inzwischen meine persönlichen Playlists für verschiedene Trainingssituationen zusammengestellt:

  • Streckentraining: Hierfür habe ich eine Playlist, die mit Tracks beginnt, die unter meiner normalen Trittzahl in der Ebene beginnen, sich dann langsam steigern und dann wieder leicht zurückgehen.
    Dauer meiner Playlist: 1,5h
  • Bergfahrtraining: Teile mit schnellen Beats für die Ebene und lange Passagen mit langsamen Beats, die ich entweder zuhause mit höherem Widerstand oder in sehr hohen Gängen draussen fahre, helfen mir meine Kondition für Bergfahrten zu optimieren und zu erhöhen.
    Dauer meiner Playlist: 1,0h
  • Auspowern: Diese Playlist besteht hauptsächlich aus recht schnellen und aggressiven Tracks, mit der man die überschüssige Kraft des Büro-Tages loswerden kann. Hier ist schwitzen angesagt und die Geschwindigkeit liegt permanent über der normalen Trittzahl in der Ebene in meinen bevorzugten Gängen.
    Dauer der Playlist: 1,0h

Wichtig ist dabei jedoch in Verbindung mit den jeweiligen Playlists die Vitaldaten im Auge zu behalten. Ich verfolge diese mit einer entsprechenden Pulsuhr, damit man dabei in einem guten Trainingsbereich für das jeweilige Training bleibt.

Diese Art des Trainings ist allerdings nur für das Einzeltraining geeignet. Sobald man mit einem Partner fährt, sollte die Geschwindigkeit immer dem Rest des Teams angepasst werden.

Was ich persönlich festgestellt habe, ist dass sowohl die Ermüdungserscheinungen, als auch die Motivation mit den richtigen Songs sehr schnell und entscheidend gesteigert werden können. Dies wiederum hilft mir persönlich meine Leistungsfähigkeit besser einschätzen zu können. Als netter Nebeneffekt wächst das Selbstvertrauen in meine Kondition hilft mir dabei mich ständig zu steigern.

Unterhaltung, Trainingserfolge und Spass dabei: Win-Win-Win-Situation!

Es gibt sogar eine wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema von Dr. Costas Karageorghis von der Brunel Universität in London, die zwar in Englisch, jedoch sehr interessant zu lesen sind und die mit meinen Erfahrungen ziemlich weit übereinstimmen. Hier gibt es dazu auch einen kurzen Artikel dazu. Die verlinkten Seiten hierzu sind übrigens nur in englischer Sprache verfügbar.

2 Gedanken zu „Optimales Bike-Training mit Beats.

  1. Harry Beitragsautor

    Es gibt Tools, mit denen man seine Musiksammlung analysieren kann um herauszufinden, wieviel BPM der jeweilige Track hat. Welches Tool man bevorzugt sollte man selbst herausfinden, es gibt aber einige gute und kostenlose Tools dazu:

    https://www.google.de/search?q=bpm+analyzer+musik

    Meine Playlisten sind ziemlich unterschiedlich und enhalten viel Musik, die mich an besondere Momente erinnert (für die eher ruhigen Passagen) und Musik die ordentlich Druck macht, wie Prodigy, Hadouken, Mayhem, Eve, DJ Fresh, BirdyNamNam, etc.

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