Den Kristberg rocken.

An diesem Wochenende war ich endlich mal wieder im Montafon zum Wandern und Mountainbiken. Während ich den gestrigen Tag ausgiebig zum Wandern nutzte, war der heutige Sonntag für eine Tour am Kristberg und Silbertal reserviert.

Nach einem großartigen Frühstück in meiner Pension, war ich schon zeitig genug an der Kristbergbahn um mit der Gondel nach oben zu fahren. Nach einem kurzen Check der Ausrüstung, ging es los. Die Entscheidung mit der Gondel nach oben zu fahren wurde mit quasi leeren Wegen belohnt, was teilweise bei den Downhill-Fahrten auf den Singletrails ein extremer Vorteil war. Man möchte ja schließlich rücksichtsvoll gegenüber den Wanderern sein, auf der anderen Seite auch die Möglichkeit haben „es einfach ordentlich laufen zu lassen“, ohne jemand zu gefährden.

Die Tour führte mich von der Bergstation der Kristbergbahn durch den Innerkristberg. Bei der Talfahrt zur Unteren Wasserstubenalpe denkt man sich: „Argh. Das muss ich nachher wieder hoch! Das wird ein Spass!“. Dann ging es weiter, an der Oberen Wasserstubenalpe vorbei und noch ein Stück weiter ins Silbertal.

Der Weg zurück brachte dann die fiesen Steigungen, die mich aber nach Bewältigung wieder mit einer zügigen Abfahrt auf den Schotterstrassen belohnten. Als nächstes ging es den recht steilen Teil des Silberpfads hoch und als ich dachte „mehr Steigung geht nicht mehr“ bin ich noch ein ordentliches Stück in Richtung Aussichtspunkt Ganzaleita hoch. Hier war an fahren teilweise nicht mehr zu denken, da es an einzelnen Passagen einfach zu steil war. Dabei traf ich ein älteres Wanderer-Ehepaar, die mich „bewunderten, dass ich mich mit dem Fahrrad dort hoch quäle„.

Oben angekommen wurde ich jedoch mit einem sensationellen Singletrail belohnt. Danach hat man, durch das lange Regenwetter der letzten Zeit, momentan einen fies rutschigen, schlammigen aber schönen Trail vor sich. Spaßig, wenn alle Reifen stehen und man trotzdem ins Tal rutscht.

Bei der technisch anspruchsvollen Talfahrt über den schlammigen Trail traf ich auch das ältere Ehepaar wieder, von denen der ältere Herr meinte „Das sieht schon nach viel Spass aus. Wenn ich nur noch jünger wär!„. Herzig. Aber ich denke man sah mir die Freude an, die ich dabei hatte, auch wenn es viel Konzentration und Gleichgewicht erforderte.

Alles in allem war ich ungefähr 3:15 sonnige Stunden auf großartig unterschiedlichem Gelände unterwegs. Es war vom schlammigen Singletrail, über Schotterwege mit grandioser Aussicht, über schnelle Downhill Tracks bis hin zu recht fiesen Steigungen alles vertreten, von dem ein Mountainbiker träumt.

Kurz vor der schnellen Fahrt ins Tal auf der normalen Teerstrasse, genoss ich noch ein exzellentes Mittagessen im Panoramagasthof Kristberg, der ohne zu übertreiben mit den freundlichsten und zudem hübschesten Kellnerinnen des Montafons aufwarten kann.

Daten der Tour:
Entfernung: 28,56km | Dauer: 3:16:52 | Gesamtsteigung: 918m

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